In den letzten Monaten sind bereits Milliarden von Dollar in Rekordzeit durch ETFs in Bitcoin investiert worden. Experten sind sich einig, dass dies erst der Beginn der Wallstreet-Bewegung ist.

Die Dynamik wird sich über die kommenden Jahre fortsetzen
Besonders Hedgefonds, Family Offices und kleinere Investmentfirmen haben den ersten Schritt gemacht und sich in Bitcoin positioniert. Die Wallstreet ähnelt einem schwerfälligen Tanker, der sich langsam, aber unaufhaltsam bewegt. Marktexperten wie der Bitwise-CEO Hunter Horsley und CIO Matt Hougan sind überzeugt – und haben dies teilweise aus Gesprächen mit Kunden erfahren – dass sich diese Dynamik über die kommenden Jahre fortsetzen wird. Große institutionelle Akteure, darunter Investmentbanken, Broker und Pensionsfonds, werden sich allmählich in Bitcoin als Anlageklasse engagieren.
Das Jahr 2024 legt die notwendigen Grundlagen, um den aktuellen Bitcoin-Bullrun weiter voranzutreiben. Obwohl die Federal Reserve offiziell eine restriktive Geldpolitik verfolgt, wächst die Geldmenge seit 2023 wieder aufgrund mehrerer Faktoren. Der bedeutendste Faktor ist die aggressive Neuverschuldung der US-Regierung, die durch die Ausgabe kurzfristiger Anleihen Gelder aus der Reverse Repo Facility (RRP) zurück in die Märkte bringt. Die RRP ist ein geldpolitisches Instrument der Fed, das überschüssige Liquidität aus den Märkten zieht und die kurzfristigen Zinsen beeinflusst. Ursprünglich unbedeutend, ist die Reverse Repo Facility seit der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden geldpolitischen Maßnahmen stark gefüllt.
Profis steigen über ETFs ein
Man kann feststellen, dass das Sentiment wieder in den Markt zurückgekehrt ist. Dies zeigt sich besonders an den Kapitalzuflüssen in die Bitcoin-ETFs. Allein am Dienstag, den 4. Juni, flossen insgesamt 887 Millionen US-Dollar in die Indexfonds von BlackRock, Fidelity und anderen Anbietern – der zweitgrößte jemals gemessene Wert seit ihrer Einführung im Januar dieses Jahres.
Analyst Eric Balchunas vom Finanzdienst Bloomberg bezeichnet die Entwicklung als „Absurd“. In nur 144 Tagen hat der Bitcoin-ETF des Anbieters BlackRock in dieser Woche die Marke von 20 Milliarden Dollar an verwaltetem Vermögen überschritten. Zum Vergleich: Der bisherige Rekord für das Erreichen dieser Marke lag laut Bloomberg bei 985 Tagen.
Doch wieso ging es nach dem Halving mit Bitcoin zunächst bergab?
Die Halbierung der Block Subsidy hat die Miner tatsächlich unter Druck gesetzt. Daten von Glassnode zeigen, dass die Miner kürzlich gezwungen waren, Teile ihrer BTC-Bestände zu liquidieren.

Die Liquidierungen haben verständlicherweise zu einem gewissen Verkaufsdruck am Markt geführt und könnten den Preis entsprechend gedrückt haben. Jetzt stellt sich die Frage, ob ein Ende der Verkäufe bevorsteht. Sollte dies der Fall sein, könnte sich das BTC-Angebot am Markt erneut verknappen, was bullisch wäre. Zum Zeitpunkt dieses Artikels liegt der Bitcoin-Kurs bei etwa 71.000 US-Dollar und tendiert weiter nach oben.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat gerade erstmals seit 2019 die Zinsen gesenkt
Noch während ich diesen Beitrag verfasste, erreichte mich die Nachricht, dass die Europäische Zentralbank (EZB) erstmals seit 2019 die Zinsen gesenkt hat. Der Leitzins wird um 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 % reduziert!
We cut our key interest rates by 0.25 percentage points.
Keeping interest rates high for nine months has helped push down inflation.
It is now appropriate to moderate the degree of monetary policy restriction.
Read our monetary policy decisions https://t.co/AaaLd3hGEB pic.twitter.com/dTTYKg7itm
— European Central Bank (@ecb) June 6, 2024
Fazit: Geduld, Geduld und nochmal Geduld
Das hört sich doch alles ziemlich bullish an und bestätigt unseren Mut in Kryptowährungen investiert zu sein, oder? Und da wir uns sowieso nicht von jeder schlechten Nachricht ins Bockshorn jagen lassen und fest an unsere Krypto-Assets festhalten, werden wir höchstwahrscheinlich schon bald die Früchte unserer Arbeit ernten dürfen. Wir freuen uns schon darauf und bleiben weiterhin „chronisch optimistisch“. 🙂
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